Gastredner Marc Henrichmann erläutert aktuelle bundespolitische Herausforderungen

Ein ereignisreiches Jahr lag hinter der Jungen Union Dülmen, als sich die Mitglieder am vergangenen Samstag zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung trafen. Im voll besetzten Tagungssaal des Hotels zum Wildpferd erinnerte Vorstandssprecher Kilian Baumann zunächst an das Erlebte, angefangen vom Bundestagswahlkampf über diverse Vorstandsitzungen und Parteitage bis hin zu der von vielen Vorstandsmitgliedern geforderten Ablehnung des Koalitionsvertrages.
Auch wurden bevorstehende Herausforderungen thematisiert. So will die Junge Union sich gleichsam engagiert wie kritisch in die Dülmener Kommunalpolitik einbringen. Der ebenfalls anwesende CDU-Fraktionsvorsitzende Willi Wessels bat dabei um eine intensive Beteiligung junger Menschen am bevorstehenden Kommunalwahlprozess.
Auch ein neuer Vorstand wurde an jenem Nachmittag gewählt. Dabei konnte das gleichberechtigte Vorstandsteam zur Freude der JU’ler auf insgesamt 14 gewählte Mitglieder erweitert werden. Neben Kilian Baumann, der im Amt des Vorstandssprechers bestätigt worden ist, wurden Alexander Borges, Christopher Borges, Joel Büscher, Alexander Eilers, Michael Gocherman, Patrick Hartmann, Kai Heep, Felix Hölscher, Philipp Jeiler, Leon Kaul, Christoph Lux, David Rüsch und Jan-Philipp Wies einstimmig gewählt. Der Dank der Anwesenden galt außerdem dem scheidenden Vorstandsmitglied Sören Hüppe, der nicht erneut kandidierte.
Als Gastredner durften die Teilnehmer den CDU-Kreisvorsitzenden und neu gewählten Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann begrüßen. Dieser berichtete von seinem Einzug in den Bundestag und aktuellen bundespolitischen Herausforderungen, mit denen er dort konfrontiert ist. Im Umgang mit Flüchtlingen forderte er die konsequente Anwendung rechtsstaatlicher Prinzipien. „Dies erwartet die Bevölkerung von uns“, so Henrichmann. Dazu gehörte es, denen mit Bleiberecht eine Perspektive zu geben, aber auch solche ohne Bleibeperspektive konsequent in ihre Heimat zurückzuführen. Auch müsse man in den Herkunftsländern bessere Lebensperspektiven schaffen, um weiteren Flüchtlingswellen vorzubeugen.
Ein weiteres Thema war das EU-Datenschutzgesetz. Hier warb der Abgeordnete und Jurist um Gelassenheit. Ziel sei es vor allem, die Bürger vor dem Missbrauch sensibler Daten durch große Konzerne wie Facebook zu schützen. Weiterhin kritisierte der CDU-Politiker den Koalitionspartner SPD für deren utopische Arbeitsmarktpolitik. „Ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit ist für Unternehmen eine Zumutung, die nicht getragen werden kann, da jegliche Planungssicherheit fehlt. Dies führt letztlich nur zur Vernichtung von Arbeitsplatzen“, erklärte Henrichmann.
Abschließend warb Kilian Baumann dafür, weiterhin junge Menschen für politisches Engagement zu begeistern. „Wir sind eine lockere Runde und bei uns ist jeder willkommen, der mitgestalten möchte“, so der Vorstandssprecher. Mit den Worten „ich freue mich auf das neue Vorstandsjahr und bin mir sicher, dass wir Spaß an der gemeinsamen Arbeit haben werden“ blickte er optimistisch in die Zukunft.
JHV 2018

« Am 1. Oktober mit „Nein“ abstimmen! Junge Union fordert Ausbau von nächtlichen Zugverbindungen »